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Ostern

Autor: Janina | Datum: 26 April 2011, 04:13 | Kommentare deaktiviert

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Hallo zusammen!

Ich hoffe Sie/Ihr hatten/t schöne Ostern! Meine Ostertage hier in Papua waren wirklich toll.

Den Anfang machte das Ferienspecial fürs Asrasma Dorkas: Wir haben zusammen einen ihrer selbst angebauten Kürbisse in Kürbiskuchen verwandelt und diesen dann, nach einer kleinen Wanderung, auf dem Gipfel eines umliegenden Hügels genossen. Bei unserem Picknick konnten wir die Aussicht auf unser Wohnviertel und den Sentani See zur Einen und das Meer zur Anderen Seite genießen. Dabei hatten wir Gesellschaft von ein paar kleinen Jungs aus der Nachbarschaft, die sich spontan unserer Wanderung angeschlossen haben und uns auf dem Rückweg außerdem die besten Stellen zum „schöne Steine sammeln“ gezeigt haben.

 Am darauf folgenden Tag ging das Kuchenbacken dann im P3W weiter. Dem kulturellen Austausch via traditionellem Essen wurde ein weiteres Kapitel hinzugefügt: Möhrenkuchen - auch mit Kokosnuss zubereitet echt lecker!

Und um das ganze komplett zu machen haben wir dann am Samstag auch noch Eier fürs Eiersuchen gefärbt und Osternester fürs Sonntagsfrühstück gebacken.

Der Ostermorgen wird hier traditionell mit „Pawai obor“ einem Fackelzug,  und anschließendem Gottesdienst zelebriert. Dazu treffen sich alle schon am Samstagabend in der Kirche und singen und lobpreisen die ganze Nacht. Um halb vier morgens werden dann die Bambusfackeln mit Öl befüllt und der Fackelzug macht sich, vom Pfarrer und den Kindergottesdienst Kindern angeführt, auf den Weg durch die Nachbarschaft. Jede Gemeinde bildet dabei ihren eigenen Zug, trifft man unterwegs auf den Zug einer anderen Gemeinde schließt man sich ihnen aber auch gerne an. So zieht man dann also, Lieder singend und die Nacht erleuchtend umher, bis man nach knapp einer Stunde wieder an der Kirche angelangt ist. Dort wird dann, draußen unter freiem Himmel, gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Nach und nach werden dabei die müden Gesichter der Gottesdienstbesucher und Kindergottesdienst-Kinder von der aufgehenden Sonne beschienen. Für die Kinder endet mit dem Gottesdienst am Ostersonntag das 3-tägige „Ostercamping“ auf dem Kirchengelände. Sie spielen eine wichtige Rolle im Gottesdienst, da sie während des Ostercamps Tänze und Theaterszenen eingeübt haben und diese nun im Gottesdienst präsentieren.

Nach dem Gottesdienst haben wir im P3W Ostereier gesucht und anschließend bei einem schönen Frühstück unsere selbst gebackenen Osternester gegessen. Der Rest des Tages verlief dann eher ruhig, da wir alle viel Schlaf nachholen mussten. Wer sich aufraffen konnte hat nachmittags ein bisschen Volleyball gespielt oder das Grundstück aufgeräumt.

Ostermontag habe ich mit den verbliebenen Kursteilnehmerinnen und Studentinnen des P3W spontan einen Ausflug zum Strand gemacht um unseren Osterferien im P3W zumindest einen Ansatz von „Ferien“ zu verpassen. Über die Ostertage sind nämlich die Meisten Kursteilnehmerinnen nach Hause gefahren oder haben Verwandte in der Umgebung besucht. Unsere Osteraktivitäten fanden deshalb in kleinerem Rahmen statt – was das ganze allerdings auch viel persönlicher gemacht hat!   Wir haben also alles fürs Picknick vorbereitet, unsere Badesachen eingepackt und sind ans Meer gefahren. Dort haben wir dann eine kurze Andacht gehabt, und uns im Anschluss mit Beachvolleyball, indonesischen Strandspielen, Picknick, schwimmen und natürlich ausgiebigem Fotoshooting die Zeit vertrieben. Es war ein wirklich schöner Ausflug und ein toller Abschluss unserer Ostertage.

Fotos davon kan man unter meinen Fotoalben anschauen.

 Viele Grüße!

 

Mal wieder ein Lebenszeichen

Autor: Janina | Datum: 11 März 2011, 04:08 | Kommentare deaktiviert

Hallo zusammen!

Lange ist es her, dass man von mir etwas auf dem blog gelesen hat und auch in sachen Fotots hochladen hinke ich Monate hinterher. Aber jetzt habe ich dass Glück, dass mein Körper mir eine kleine pause verschafft hat in der ich in Ruhe all das nachholen kann. Ich hatte Typhus, mit Fieber, Schmerzen und all den dazugehörenden Auswirkungen auf den Magen-Darm Trakt. Aber mittlerweile geht es mir schon wieder richtig gut!

Ich habe in der letzten Woche dann auch endlich mal zeit gefunden den nächsten Rundbrief zu schreiben. Er befindet sich zur Zeit noch in den letzten Zügen der Fertigstellung, wird aber in wenigen Tagen folgen und euch und Ihnen einen etwas genaueren Einblick in mein leben in papua geben.

Deshalb an dieser Stelle nur die kurze Nachricht: Mir geht es sehr gut!

Fotos folgen sobald ich mich bei dem doch sehr großen angebot für eine angemessene auswahl entscheiden kann.

 

Viele liebe Grüße aus dem so unglaublich sonnigen und warmen Papua!

 

Alltag?

Autor: Janina | Datum: 09 Dezember 2010, 04:31 | Kommentare deaktiviert

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Hallo zusammen!

Nach längerer Zeit kommt jetzt mal wieder ein Blogeintrag von mir. Geschrieben habe ich ihn schon letzte Woche, leider gab es danach aber ein Problem mit dem Internet hier, sodass ich ihn jetzt erst hochladen kann. Also lasst euch von den Zeitangaben nicht verwirren.

Ich habe mir vorgenommen  an dieser Stelle mal meinen Alltag zu beschreiben, doch mir ist aufgefallen dass „Alltag“  eigentlich das falsche Wort dafür ist. Es ist mehr ein grober Plan der meinem täglichen Leben hier zugrunde liegt und dann permanent ergänzt und  verändert wird. Hier ist keine Woche wie die andere und bis jetzt gab es auch noch keine Woche, in der ich einfach nur meine normale Arbeit gemacht habe. Aber das stört mich zurzeit überhaupt nicht, so wird mir definitiv nicht langweilig und ich habe die Chance viele verschiedene Dinge zu erleben und kennen zu lernen.

Wie sieht also ein halbwegs normaler Tag bei mir aus?

Ich stehe um halb sechs auf, jogge dann ein bisschen über das P3W-Gelände, erfreue mich danach an einer kühlen Schöpfkellen-dusche, mache mich fertig und frühstücke. Da mein Frühstück  jeden Tag aus den gleichen Grundkomponenten besteht, bin ich in ihrer Kombination mittlerweile sehr experimentierfreudig geworden… es gibt nichts Essbares in meiner Umgebung dass der Erdnussbutter auf meinem Brot noch keine Gesellschaft geleistet hat.

So gegen halb neun  mache ich mich dann daran, das Nachmittagsprogramm für das Asrama vorzubereiten oder schaue mich um, in welchem Bereich des P3W gerade Hilfe gebraucht wird. Zwischen eins und halb drei gibt es irgendwann Mittagessen, danach habe ich Mittagspause, sofern nichts anderes ansteht.

Von vier bis sechs bin ich im Asrama Dorkas, einem Wohnheim für Mädchen zwischen 14 und 20 Jahren, die hier in der Stadt zur Schule gehen. Ich helfe dort bei den Hausaufgaben, übe mit ihnen Englisch und gestalte eine Art  Nachmittagsprogramm mit Spielen, Liedern etc.

Danach ist es auch schon dunkel, mein Arbeitstag beendet und ich habe ein bisschen Freizeit bis zum Abendessen. Im Anschluss daran unternehme ich dann irgendwas mit Freunden, gehe zum Jugendkreis, zum  Chor, oder habe ein bisschen Zeit für mich.

 Und dann wird es auch schon Zeit ins Bett zu gehen und darauf zu hoffen, dass man es schafft einzuschlafen bevor die kleinen Hundekinder vom P3W anfangen mit schriller Stimme mit ihren Eltern zu streiten, oder die letzten Gäste nach Hause kommen und sich mit Getöse bettfertig machen.

 

Aber nun zu den Ausnahmen und Ergänzungen:

Nachdem ich mit fast 2 monaten verspätung dann endlich meine KITAS bekommen habe konnte ich letzte Woche mit 2 Frauen vom P3W und rachel (Volunteer aus Amerika) für 4 tage nach Sarmi fahren. Das liegt ein gutes stück westlich von Jayapura an der Küste, ca. 6-7 Stunden Autofahrt über Schotterstraßen durch Wald und Feld. Dort wurde für die Frauen aus der Region dann eine Einheit zum Thema „Gesunde Ernährung“ gehalten. Außerdem hatten wir gelegenheit das einfache Leben auf dem Dorf zu erleben, mit den frauen zu kochen, essen und zeit zu verbringen. Es war wirklich schön und interessant. Der Regenwald hat mich mit seinen riesiegen Bäumen, seiner Vielfalt und geräuschkulisse tief beeindruckt und auch der endlos weite Strand und die einfachen Holzhaus Siedlungen.

Und diese Woche habe ich die Gelegenheit, mit den Mädchen des Asramas zur Schule zu gehen um zu sehen, wie Schule hier in Papua funktioniert. Es ist wirklich interessant und hilft mir, besser zu verstehen, wie und was sie im Unterricht lernen, um dann beim Nachmittagsprogramm oder der Hausaufgabenhilfe besser darauf eingehen zu können.

Heute zum Welt AIDS Tag hat Ibu Aginela, die auch für die VEM in Papua ist, allerdings aus Tansania kommt, dort in der Schule eine Einheit zum Thema HIV/ AIDS gehalten. Im Anschluss daran sind dann alle Schüler gemeinsam, mit Plakaten und dem Schlachtruf „One, two, three, four – Papua stop AIDS“ durch Padang Bulan gezogen  und haben Kerzen und AIDS-Schleifen an die Leute verteilt.

Und vor gut 2 Wochen war in Jayapura eine internationale Konferenz zur kulturellen Diversität Papuas im Kontext Melanesischer Kultur und Traditionen. Ich durfte an zwei Tagen auch an der Konferenz teilnehmen und habe es wirklich genossen, so viele Informationen zu bekommen und viele interessante Leute zu treffen. Es waren außer lokalen auch viele Internationale Sprecher eingeladen und das Angebot an Themen und Vorträgen war wirklich spannend. 

Und dann sind da noch so viele andere große und kleine Dinge die ich hier jeden Tag erlebe, aber für heute belasse ich es erst mal dabei.

Liebe Grüße aus Papua,

Janina

 PS: ich habe gerade erfahren, dass mein Rundbrief verschickt wurde und es schwierigkeiten mit der angegebenen e-mail adresse gibt.

Ich hab nochmal nachgeschaut und bemerkt, dass ich leider einen kleinen Fehler gemacht habe.

Es muss ....@googlemail.com      heißen, nicht     .... .de  

 Sorry!

 

Ein kurzer Überblick über mein Leben in Papua

Autor: Janina | Datum: 14 Oktober 2010, 11:05 | Kommentare deaktiviert

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Hallo zusammen!

Seit zwei Wochen bin ich nun schon in Papua, da wird es so langsam mal Zeit für einen Blogeintrag! Ich habe hier nicht wirklich oft die Gelegenheit ins Internet zu gehen und was zu schreiben deshalb seid mir bitte nicht böse wenn ihr auf dem Blog nicht so viel von mir lesen könnt.

Ich wohne hier im Gästehaus des P3W, also des Frauenzentrums, in Abepura (@ Melene: Ja, in deinem ehemaligen Zimmer;-)). Im Zimmer nebenan wohnen Rode und Alfonsina, die auch im P3W arbeiten. Und wie der Name „Gästehaus“ vermuten lässt übernachten hier auch hin und wieder alle möglichen Gäste.

Was ich hier außer wohnen noch mache? - Essen!

Mittags und abends mit den Frauen die gerade zu einem Kurs hier sind und den Mitarbeiterinnen (außer Jano, dem Fahrer, arbeiten hier wirklich nur Frauen!).

Das Essen besteht aus Reis, Gemüse (alle möglichen Blätter von irgendwelchen Gewächsen oder auch mal Kürbisgemüse oder sowas) und ein bisschen Fisch, Tofu, Tempeh oder Hühnchen. Dazu immer eine ordentliche Portion Sambal! Zum Nachtisch gibt es mittags dann noch ein bisschen Obst. Insgesamt also genau mein Ding! Bisher habe ich auch noch kein Problem damit, jeden Tag mindestens zwei Mal Reis zu essen.

Arbeitsmäßig befinde ich mich zurzeit noch in der Orientierungsphase. Ich schaue mir die verschiedenen Arbeitsfelder des Zentrums an um einen Eindruck von der Arbeit zu bekommen. Zurzeit findet ein Kurs für die Ehefrauen von Pfarrern und Gemeindemitarbeitern statt. Es ist ein Nähkurs, aber die Frauen haben auch Einheiten zu Themen wie „gesunde Ernährung und Hygiene“ und “HIV/AIDS“ oder lernen, wie man ein Haushaltsbuch führt. Ich schaue mir also den Kurs an und helfe mit wo ich kann. Aufgrund mangelnder indonesisch Kenntnisse und der Tatsache, dass ich noch neu bin und erst mal schauen muss, wie alles hier läuft besteht meine Mitarbeit zurzeit vor allem aus kleinen Hilfsarbeiten. Ich habe Schnittmuster für Blusen in sämtlichen Größen abgepaust, Vorlagen für Kanzelstoffe abgepaust und Materialien für den nächsten Kurs von einer Schreibmaschinen Vorlage in ein Word Dokument übertragen. Wenn gerade nichts anderes ansteht helfe ich auch ein bisschen in der Küche mit.

Abends sitze ich oft mit Alfonsina zusammen und lerne weiter indonesisch. Sie hat sich angeboten meine Lehrerin zu sein und ist dabei so unglaublich motiviert und engagiert! Sie hat mir sogar ein Lernblatt mit allen Farben gemalt oder im Internet nach einem Arbeitsblatt über den Körper und alle Körperteile gesucht.

Sonntags gehe ich in den Gottesdienst der „Gereja SION“ auf der anderen Straßenseite. Dort habe ich mich zu Anfang im Gottesdienst vorgestellt und die Leute vor allem damit fasziniert, dass ich ja so unglaublich „tinggi“, also groß bin. Als ich mich ans Mikro an der Kanzel stellen wollte um etwas zu sagen musste dort erst mal das kleine Kästchen hochgeklappt werden auf dem sonst alle stehen, die ins Mikro sprechen wollen. Das hat die ganze Gemeinde sehr amüsiert! Nachdem ich dann aber erfolgreich vorgestellt worden bin wurde ich von der Jugend der Gemeinde zum wöchentlichen Jugendkreis eingeladen zu dem ich seitdem gehe. Zurzeit verstehe ich noch nicht genug Indonesisch um wirklich etwas von der Bibelarbeit oder der Diskussion mit zu nehmen, aber das wird sich hoffentlich mit der Zeit ändern. Die Leute dort sind auf jeden Fall sehr nett und ich denke, dass ich mich dort bald bestimmt sehr wohl fühlen kann.

Das wars erst mal von mir, ich versuche mal ein paar Fotos hochzuladen!

Liebe Grüße,

Janina

 

 

Es geht los!

Autor: Janina | Datum: 16 September 2010, 15:08 | Kommentare deaktiviert

Hallo!

Nach langem Warten und mehrmaligem Koffer ein- und doch wieder auspacken geht es jetzt endlich los!

Unsere Visa sind da, sodass wir am 20. September von Frankfurt nach Singapur fliegen werden. Dort werden wir in der Indonesischen Botschaft dann den lang ersehnten Stempel in unsere Pässe bekommen und nach ca. 3 tagen Aufenthalt unseren Weg an den jeweilligen Einsatzort fortsetzen.

Wenn ab jetzt alles glatt läuft melde ich mich dann ab dem 25. September aus Papua.

Bis dahin viele Grüße aus Köln ;-)

Janina