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Ein kurzer Überblick über mein Leben in Papua

Autor: Janina | Datum: 14 Oktober 2010, 11:05 | Kommentare deaktiviert

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Hallo zusammen!

Seit zwei Wochen bin ich nun schon in Papua, da wird es so langsam mal Zeit für einen Blogeintrag! Ich habe hier nicht wirklich oft die Gelegenheit ins Internet zu gehen und was zu schreiben deshalb seid mir bitte nicht böse wenn ihr auf dem Blog nicht so viel von mir lesen könnt.

Ich wohne hier im Gästehaus des P3W, also des Frauenzentrums, in Abepura (@ Melene: Ja, in deinem ehemaligen Zimmer;-)). Im Zimmer nebenan wohnen Rode und Alfonsina, die auch im P3W arbeiten. Und wie der Name „Gästehaus“ vermuten lässt übernachten hier auch hin und wieder alle möglichen Gäste.

Was ich hier außer wohnen noch mache? - Essen!

Mittags und abends mit den Frauen die gerade zu einem Kurs hier sind und den Mitarbeiterinnen (außer Jano, dem Fahrer, arbeiten hier wirklich nur Frauen!).

Das Essen besteht aus Reis, Gemüse (alle möglichen Blätter von irgendwelchen Gewächsen oder auch mal Kürbisgemüse oder sowas) und ein bisschen Fisch, Tofu, Tempeh oder Hühnchen. Dazu immer eine ordentliche Portion Sambal! Zum Nachtisch gibt es mittags dann noch ein bisschen Obst. Insgesamt also genau mein Ding! Bisher habe ich auch noch kein Problem damit, jeden Tag mindestens zwei Mal Reis zu essen.

Arbeitsmäßig befinde ich mich zurzeit noch in der Orientierungsphase. Ich schaue mir die verschiedenen Arbeitsfelder des Zentrums an um einen Eindruck von der Arbeit zu bekommen. Zurzeit findet ein Kurs für die Ehefrauen von Pfarrern und Gemeindemitarbeitern statt. Es ist ein Nähkurs, aber die Frauen haben auch Einheiten zu Themen wie „gesunde Ernährung und Hygiene“ und “HIV/AIDS“ oder lernen, wie man ein Haushaltsbuch führt. Ich schaue mir also den Kurs an und helfe mit wo ich kann. Aufgrund mangelnder indonesisch Kenntnisse und der Tatsache, dass ich noch neu bin und erst mal schauen muss, wie alles hier läuft besteht meine Mitarbeit zurzeit vor allem aus kleinen Hilfsarbeiten. Ich habe Schnittmuster für Blusen in sämtlichen Größen abgepaust, Vorlagen für Kanzelstoffe abgepaust und Materialien für den nächsten Kurs von einer Schreibmaschinen Vorlage in ein Word Dokument übertragen. Wenn gerade nichts anderes ansteht helfe ich auch ein bisschen in der Küche mit.

Abends sitze ich oft mit Alfonsina zusammen und lerne weiter indonesisch. Sie hat sich angeboten meine Lehrerin zu sein und ist dabei so unglaublich motiviert und engagiert! Sie hat mir sogar ein Lernblatt mit allen Farben gemalt oder im Internet nach einem Arbeitsblatt über den Körper und alle Körperteile gesucht.

Sonntags gehe ich in den Gottesdienst der „Gereja SION“ auf der anderen Straßenseite. Dort habe ich mich zu Anfang im Gottesdienst vorgestellt und die Leute vor allem damit fasziniert, dass ich ja so unglaublich „tinggi“, also groß bin. Als ich mich ans Mikro an der Kanzel stellen wollte um etwas zu sagen musste dort erst mal das kleine Kästchen hochgeklappt werden auf dem sonst alle stehen, die ins Mikro sprechen wollen. Das hat die ganze Gemeinde sehr amüsiert! Nachdem ich dann aber erfolgreich vorgestellt worden bin wurde ich von der Jugend der Gemeinde zum wöchentlichen Jugendkreis eingeladen zu dem ich seitdem gehe. Zurzeit verstehe ich noch nicht genug Indonesisch um wirklich etwas von der Bibelarbeit oder der Diskussion mit zu nehmen, aber das wird sich hoffentlich mit der Zeit ändern. Die Leute dort sind auf jeden Fall sehr nett und ich denke, dass ich mich dort bald bestimmt sehr wohl fühlen kann.

Das wars erst mal von mir, ich versuche mal ein paar Fotos hochzuladen!

Liebe Grüße,

Janina